Hallo,
ich hab mich jetzt extra hier angemeldet, um auf eine gefährliche Achtlosigkeit im genannten Heimwerker-Tipps-Eintrag vom März aufmerksam zu machen.
Bevor man solche Arbeiten ausführt und öffentlich als TIPP berichtet, sollte man wenigstens etwas von der Materie verstanden haben.
Ein Drehstromherd darf natürlich nicht mit 3x16A von DEMSELBEN Außenleiter versorgt werden. Beim Drehstrom heben sich die Rückströme (ohmsche Verbraucher vorausgesetzt) im Neutralleiter auf, bei Schieflast fließt maximal der Strom des höchstbelasteten Außenleiters zurück.
Schließt man unachtsam einfach den Herd mit 3 Leitungsschutzschaltern an eine EINPHASIGE Versorgung an, addieren sich die Rückströme, im ungünstigsten Fall fließen 3x16 = 48A zurück, bis die Schutzschalter auslösen können es auch mehr werden. Natürlich brennt dann der 2,5er Neutralleiter ab, und er wird es wieder tun, wenn einfach nur defekte Bauteile getauscht werden.
Der Herd muss für Wechselstromanschluss beschalten werden, und seine Auslastbarkeit sinkt dadurch. Wie es geht, gibt der Hersteller vor. Unter Umständen kann man für volle Belastbarkeit eine 6mm² Zuleitung ziehen, ob die interne Verdrahtung dafür ausreicht sagt ebenfalls der Hersteller.
Unabhängig vom Herdherseller ist auch ein verzinnen von Adern in Schraubklemmen VER-BO-TEN, hier gehören Aderendhülsen draufgepresst.
Ich empfehle daher die Ergänzung des Artikels um den Anschlussfehler sowie natürlich eine Nachfrage beim Herdeigentümer, ob der Fehler denn behoben wurde.
Grüße
Andi |